Sicherheit

Gebaut, damit Ihre Dateien im Browser verschlüsselt werden, bevor sie irgendwohin gehen.

Proofix nutzt clientseitige AES-256-Verschlüsselung, Schweizer Datenresidenz und einen kryptografisch signierten Zustellnachweis. Diese Seite erklärt, wie das funktioniert, und wo die Grenzen liegen.

Datei-Verschlüsselung
AES-256
in Transit
TLS 1.3
Datenresidenz
Schweiz
Proof-Aufbewahrung
Unbefr.

Die drei Grundpfeiler

Clientseitige Verschlüsselung

Ihre Datei wird im Browser mit AES-256-GCM verschlüsselt, bevor sie hochgeladen wird. Bei «Ich teile selbst» erreicht der Schlüssel unsere Server nie.

In der Schweiz gehostet

Daten bleiben in der Schweiz, auf einer Infrastruktur, die einem der strengsten Datenschutzgesetze der Welt unterliegt.

Signierter Zustellnachweis

Proof-Tier-Transfers enthalten ein signiertes Zeitstempel-Token und einen signierten kanonischen Hash, als ergänzender Zustellhinweis nutzbar.

So funktioniert die Verschlüsselung

Wenn Sie eine Datei anhängen, erzeugt Proofix im Browser einen frischen zufälligen AES-256-Schlüssel. Die Datei wird lokal mit AES-256-GCM (authentifizierte Verschlüsselung) verschlüsselt. Nur der Chiffretext wird in unser Schweizer Object-Storage hochgeladen.

Der Empfänger erhält einen Link, der den AES-Schlüssel im URL-Fragment (nach dem #) enthält. Browser übertragen URL-Fragmente nicht an den Server — bei «Ich teile selbst» bleibt der Schlüssel zwischen Ihnen und dem Empfänger.

Wichtige Einschränkung: Wenn Sie uns bitten, den Link per E-Mail zu versenden, erstellt unser Server kurz diese E-Mail und sieht dabei kurz die vollständige URL inklusive Fragment. Dieser Pfad ist nicht strikt Zero-Knowledge. Wählen Sie «Ich teile selbst» für strikte Schlüsseltrennung.

  1. 1

    Schlüssel erzeugen (Browser)

    256-Bit-Zufallsschlüssel via WebCrypto subtle API.

  2. 2

    Verschlüsseln (Browser)

    AES-256-GCM mit 96-Bit-IV. Der Chiffretext ist authentifiziert.

  3. 3

    Hochladen (Server)

    Chiffretext wird nach Schweizer S3-kompatiblem Storage gestreamt.

  4. 4

    Teilen (Client oder E-Mail)

    Link-only: Schlüssel bleibt im URL-Fragment, nie an unsere Server. Bei E-Mail-Versand sieht der Server die vollständige URL kurz beim Verschicken der E-Mail.

  5. 5

    Entschlüsseln (Browser)

    Empfänger lädt den Chiffretext, entschlüsselt lokal und verifiziert den SHA-256-Hash.

Passwortgeschützte Transfers

Optional wird der AES-Schlüssel selbst mit einem passwortabgeleiteten Schlüssel via PBKDF2-HMAC-SHA256 (100 000 Iterationen) und AES-KW verpackt. Der verpackte Schlüsselblob wird neben dem Chiffretext gespeichert. Ohne das Passwort kann der Blob nicht ausgepackt werden: wir können die Datei serverseitig nicht entschlüsseln. Hinweis: Dies ist PBKDF2-basiertes Passwort-Wrapping, kein reines Zero-Knowledge — ein schwaches Passwort reduziert den effektiven Schutz.

Der Nachweis (nur Proof-Tier)

Für den Proof-Tier erstellen wir eine kanonische Zeichenfolge — ein pipe-getrenntes Datensatzfeld aus Transfer-ID, Absender, Empfänger, Datei-Hash, Dateiname, Grösse, Zeitstempeln, Download-Limit und Verifikations-ID — mit Präfix PROOFIX-V1 zur Versionierung. Diesen Hash reichen wir bei unserem internen, in der Schweiz gehosteten Zeitstempeldienst ein, der den Hash signiert.

Das signierte Token zeigt, dass der Hash — und damit jedes Feld im Transfer — zu einem bestimmten Zeitpunkt existierte. Proof-Einträge werden unbefristet für rechtliche Referenzzwecke aufbewahrt.

Umfangshinweis: Der aktuelle Zeitstempeldienst ist ein interner, von Proofix betriebener Signierer. Die Integration einer externen RFC-3161-Zeitstempelbehörde (TSA) mit öffentlicher Zertifikatskette ist auf unserer Roadmap.

Was wir technisch einsetzen

Verschlüsselung at rest
AES-256 (serverseitig, zusätzlich zur clientseitigen E2EE)
Verschlüsselung in transit
Nur TLS 1.3
Dateichiffre
AES-256-GCM, 96-Bit-IV, pro Datei neu
Schlüsselableitung (Passwort)
PBKDF2-HMAC-SHA256, 100 000 Iterationen, 16-Byte-Salt
Key Wrapping
AES Key Wrap (RFC 3394)
Integrität
SHA-256-Hash des Klartexts nach Entschlüsselung
Zeitstempelung
Interner Schweizer Signierer; SHA-256-Imprint (öffentliche RFC-3161-TSA auf Roadmap)
Session-Token
SHA-256 einer UUID serverseitig; Roh-Token nur im HttpOnly-Cookie
IP und User-Agent
HMAC-SHA256 mit serverseitigem Pepper (HMAC_SECRET); Rohwerte werden nie gespeichert. Selbst geleakte Logs lassen sich nicht über Rainbow-Tables zurückrechnen.

Fragen

Für Architekturfragen und Enterprise-Sicherheitsprüfungen: info@proofix.ch. Zu Datenschutzthemen siehe Datenschutzerklärung.